wir unterstützen Euer Engagement
Kulturbüro Dresden
Büro für freie Kultur- und Jugendarbeit e.V.
Bautzner Strasse 22 HH
01099 Dresden

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2002 … 1993

2002

Wir haben keine nassen Füße bekommen

Das Jahr des Hochwassers hat in Dresden viel verändert, auch uns. Hilfe für Dresden, Bürger helfen Bürgern – Das Hochwasser kam, und die öffentliche Hand war bald für die Bürger nicht mehr zu erreichen. So organisierten wir kurzerhand eine Hotline, um die vielen Hilfsangebote und -bedarfe zu koordinieren. Allein in der Telefonzentrale arbeiteten 200 Helfer, die bis Ende August 2002 mehr als 4.000 Telefonanrufe und rund 6.000 E-Mails von Hilfesuchenden beantworteten und weiterleiteten.

Hier wurde einmal mehr unsere Leidenschaft zum bürgerschaftlichen Engagement geweckt. Wir haben es selbst erlebt, wie Bürger engagiert, kreativ und voller Elan diese schwierige Situation angepackt und Berge versetzt haben.

2001

Keine Berührungsängste

Das Projekt InsideOut konnten wir mit Hilfe der Kulturstiftung Sachsen und der Kulturstiftung Dresden durchführen. Es richtete sich vor allem an Schulen mit einem hohen Ausländeranteil und solche, die Probleme mit Rechtsradikalismus haben. Schüler und Lehrer sollten gemeinsam definieren, was für sie „fremd“ ist und welche Berührungsängste diesem „Fremden“ gegenüber bestehen. Aus den Bewerbern wurden drei sächsische Mittelschulen ausgewählt, die dann im Schuljahr 2001/2002 bei der Beantwortung der Frage zu höchst unterschiedlichen Ergebnissen gelangten. Doch damit war das Projekt noch nicht beendet. In allen drei Mittelschulen wurden Ideen entwickelt, wie die gesammelten Erfahrungen weitergeführt werden könnten. Zum Abschluss des Projektes gab es für alle Teilnehmer ein großes Fest auf den Dresdner Elbwiesen, bei dem die Schulen ihre Projekte präsentierten und sich alle ein Stück weniger fremd waren.

Beratung wird mobil

Die Mobilen Beratungsteams werden gegründet. Sie beraten sachsenweit lokale Vereine, Jugendinitiativen, Kirchgemeinden, Netzwerke, Firmen sowie Kommunalpolitik- und -verwaltung mit dem Ziel, rechtsextremistischen Strukturen eine aktive demokratische Zivilgesellschaft entgegenzusetzen. Die Teams erarbeiten Methoden und Inhalte, die bürgerschaftliches Engagement und konkretes Handlungswissen gegen Rechtsextremismus stärken und so demokratische Alltagskultur in sächsischen Kommunen und Landkreisen verankern.

Qualität geht neue Wege

Die Erfahrungen zur Qualitätsentwicklung in der Soziokultur werden auf den Sektor der Jugendhilfe, genauer der offenen Kinder- und Jugendarbeit (§§ 11 & 14 SGB III) übertragen. Ziel ist es, die Qualitätsentwicklungsprozesse in ausgewählten offenen Jugendtreffs zu initiieren, gemeinsam mit den Mitarbeiter_innen und Besucher_innen weiterzuentwickeln und modellhaft zu begleiten. Die während dieses Prozesses gemachten Erfahrungen wurden dokumentiert und in anonymisierter Weise anderen Einrichtungen und Vereinen in Form eines Fragebogens zur Verfügung gestellt.

2000

Geld für Dresdner Jugendinitiativen

Mit dem Jugendinitiativfonds unterstützte die Stadt Dresden die Ideen und Projekte von Dresdner Jugendlichen und deren Initiativen. Die Verwaltung und Vergabe der städtischen Fördermittel sowie die Betreuung der Projekte lag in unseren Händen.

Eine Garage für Skateboards – das klang nach einer ungewöhnlichen Idee. Doch bevor der Traum von der eigenen Skate-Garage wahr werden konnte, galt es noch zwei Dinge zu klären. Wer trägt die Kosten für die Gebäudeversicherung? Und wer bezahlt uns die zwei Rollen Dachpappe für das undichte Dach? Denn wie so oft fehlte in den meisten Fällen das nötige Geld. Doch seit Juni stellte der Jugendinitiativfonds der Landeshauptstadt Dresden für dieses Problem eine mögliche Lösung dar. Initiiert, um unkompliziert und schnell die Eigeninitiative Jugendlicher zu fördern, stellte der Fonds die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung. Die Jugendlichen konnten somit ihre Ideen ohne aufwendige Vereinsgründung realisieren.

Jugend gestaltet

Jugendliche sind Fachleute in eigener Sache. Deshalb wissen auch Jugendliche am besten, was gut für sie ist. Bei DOMINO – Jugend gestaltet… entscheiden Jugendliche, welche Projekte in einem Stadtteil gefördert werden. Eine Jury aus bis zu zehn Jugendlichen bestimmen, welches Projekt in welcher Höhe gefördert werden soll.

Das Maß der Dinge

Vereine entwickeln die Qualität ihrer Arbeit selbständig.

Vereine sind wie jedes Unternehmen ökonomischen Zwängen unterworfen, denn auch sie müssen Ressourcen bestmöglich einsetzen. Doch im Gegensatz zur freien Wirtschaft lässt sich kulturelle und soziale Arbeit nur unzureichend mit quantitativen Methoden bewerten. Deshalb entwickelten wir in Zusammenarbeit mit einer Reihe von soziokulturellen Zentren und offenen Jugendtreffs systematische Kriterien, um die Qualitätsentwicklung in Einrichtungen objektiver bewerten zu können. Zum Auftakt der Qualitätsdebatte fand ein Jugendhilfefachtag „Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung in der Jugendhilfe“ statt.

1999

Qualität statt Quantität

Das Jahr stand im Zeichen der Qualität soziokultureller Einrichtungen. Das Ausgangskonzept für das Projekt „Leistungsvergleich soziokultureller Zentren” stammt vom September 1999 und beschrieb ein Modellprojekt zur Durchführung eines Leistungsvergleiches Soziokultureller Zentren auf Grundlage der Entwicklung einer gemeinsamen Bezugsbasis. Der inhaltliche Rahmen des Projektes orientierte sich bei Konzeptentwicklung stark an Benchmarkingmodellen aus dem bundesweiten Diskurs zu neuen Steuerungsmodellen innerhalb kommunaler Verwaltungen.

Über die Initiierung eines Leistungsvergleichs sollte solidarischer Wettbewerb, Motivation und Transparenz innerhalb der Projektgruppe und zwischen den befragten Einrichtungen hergestellt werden. Das Projekt und der es als Projektgruppe tragende ‚Qualitätszirkel‘ verstanden sich als Plattform für einen trägerübergreifenden Erfahrungsaustausch und den Einsatz von Selbsthilfekräften. Meinungsbildend für die Projektgruppe war das Modell Interkommunaler Leistungsvergleich von Bertelsmann-Stiftung und Kommunaler Gemeinschaftsstelle. Hinzu kamen Erfahrungen, Kontakte und Diskussionsvorlauf aus ähnlichen Projekten im bundesweiten Soziokulturnetzwerk (z.B. Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren) und Überlegungen zur Prozesssteuerung aus dem Bereich der kulturellen Jugendarbeit (QS-Hefte des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend).

Das Thema Qualität lässt uns seitdem nicht mehr los!

1998

Achtung, die Jugend kommt

In diesem Jahr haben wir unsere Arbeit von Jugendinitiativen verstärkt. Uns ist es wichtig auch kleineren informellen Gruppierungen eine Unterstützung zu geben, die nicht bei einem (großen) Trägerverein angesiedelt sind. Wir beraten unkompliziert, unbürokratisch und kompetent!

1997

Beratung, Beratung, Beratung

Ein Jahr voller Beratungen zu Themen wie Vereinsgründung, Fördermittelabrechnung und Mittelakquise.

  • Was muss ich bei der Erstellung einer Satzung beachten?
  • Welche Mittel kann ich für ein Jugendkulturprojekt beantragen?
  • Wie mache ich eine Fördermittelabrechnung professionell?
  • Wer kann uns bei der Umsetzung unseres Projektes unterstützen?
  • Wo gibt es eine kompetente Rechtsberatung?

Das sind Fragen, bei denen wir Information, Unterstützung und Hilfe bieten.

1996

Quadratisch, praktisch, gut

Das erste Dresdner STATTBUCH wurde gemeinsam mit dem Stadtmagazin SAX, ColoRadio, igeltour, dem Projekt AnStiftung und dem Kulturbüro entwickelt. Mit ihm wurden, einem kulturellen Branchenbuch gleich, dem interessierten Leser alle wichtigen Informationen zur Verfügung gestellt, um sich in der kulturellen Vielfalt der Stadt zurechtzufinden. Das 400 Seiten starke Werk, so der Anspruch der Initiatoren, gibt einen kompletten Überblick über alle freien Kultureinrichtungen und stellt die lebendige Kulturszene der Stadt dar. So wurde das in einer Auflage von 1.000 Stück erschienene STATTBUCH eine Sammlung von Tipps und Adressen bekannter und unbekannter Dresdner Kulturstätten, Initiativen und Projekte. Der große Erfolg des im Peter-Grohmann-Verlag Dresden erschienenen Buches überraschte die Verantwortlichen, denn innerhalb weniger Monate war es vergriffen. Eine aktualisierte Neuauflage wäre dringend notwenig gewesen. Doch für aufwändige Adress- und Informationsrecherchen fehlten die finanziellen Mittel. So bleibt das STATTBUCH bis heute der einmalige und einzige Versuch, das Dresdner Kulturleben innerhalb kürzester Zeit erfahrbar zu machen.

Über den Tellerrand geschaut

In diesem Jahr waren wir lokaler Partner für die Organisation der Sommerschule in Dresden, Prag und Breslau sowie ein Symposium in Zittau. Die Sommerschulen werden aller zwei Jahre durchgeführt, um die Vernetzung von europäischen Ausbildungszentren für Kulturmanagement zu forcieren. Titel der Sommerschule war „Herausforderungen an Kulturpolitik und Kulturmanagement in Mittel- und Osteuropa“. Siebzehn Tage lang untersuchte, analysierte und diskutierte eine Gruppe von Studenten und Forschern aus verschiedenen europäischen Ländern über Kulturpolitik und -management in den drei Städten. Auf dem abschließenden Symposium in Zittau trugen die insgesamt 66 Teilnehmer aus 13 Ländern ihre Ergebnisse zusammen und gaben einen Ausblick, wie Kultur länderübergreifend in einem Europa von morgen organisiert werden kann.

1995

Mit Musik Brücken bauen

Zwischen 1993 und 1998 fanden in Kooperation mit dem Kulturamt Děčín das Rockfestival Mosty – Brücken statt. So fanden zur Förderung grenzüberschreitender Jugendbegegnung Konzerte von Nachwuchsbands aus Tschechien und Deutschland in Böhmen und Sachsen statt. Die Brücke stand, als der erste Akkord verklungen war, und das Eis war gebrochen. Amateur-Bands und Jugendliche hatten trotz Sprachbarrieren eine gemeinsame Sprache gefunden und es wurde gerockt, was Schlagzeug und E-Gitarre hergaben.

1994

Alternative Stadtgestaltung

Im Mai und Juni fand das erste STADT-GESPRÄCH rund um die Böhmische Straße 26 statt. Das Projekt fragte nach Möglichkeiten zur alternativen Stadtgestaltung und schuf ein Podium, auf dem über die aktuelle Situation und die Entwicklung Dresdner Stadtteile nachgedacht und diskutiert wurde. Das STADT-GESPRÄCH schuf eine Atmosphäre, in der eine „gemeinsame Sprache“ zwischen Stadtplanern, Bürgern und Verwaltung gefunden wurde, die ein Nachdenken bewirkte.

Neben den Gesprächen zeigten verschiedene Initiativen, Künstler aus Dresden und Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes in anschaulicher Weise, wie sich die Menschen ihre Stadt vorstellen. Dabei spannte sich der Bogen von der betreuten Spielplatzarbeit des Kinderladens Känguruh e.V. über historische und zukunftsweisende Gedanken zu Friedrichstadt, Gorbitz und zur Dresdner Neustadt bis hin zur Nutzung von regenerativen Energien und ökologischem Bauen. Zwei Fotoausstellungen setzten sich künstlerisch mit dem Thema auseinander. Seinen Abschluss fand das STADT-GESPRÄCH mit Filmen und vielen interessanten Diskussionen.

Das erste STADT-GESPRÄCH war ein Versuch, die Bürger als verantwortungsbewusste Sachverständige mit ihren Hoffnungen, Wünschen, Sorgen und Visionen ernst zu nehmen. Die große Beteiligung gab Zuversicht für die Zukunft des Projektes und eine lebenswerte Stadt Dresden.

1993

Das Jahr, in dem alles begann – die Vereinsgründung

Idee war es damals einen Verein zu gründen, der als freier Dachverband Unterstützung gibt – Unterstützung bei Fragen von Finanzierung, Öffentlichkeitsarbeit, Projektmanagement und allen Fragen rund um die Vereinsarbeit. Vor allem kleine Vereine und Initiativen im Bereich von Soziokultur, Kultur- und Jugendarbeit sollten unkomplizierte und unbürokratische Hilfe zur Selbsthilfe erhalten. Hier sind wir Vorreiter und Spezialisten zugleich!

Quelle: https://kulturbuero-dresden.de/beitrag/2002_%E2%80%A6_1993

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