wir unterstützen Euer Engagement
Kulturbüro Dresden
Büro für freie Kultur- und Jugendarbeit e.V.
Bautzner Strasse 22 HH
01099 Dresden

Telefon: 0351 32015630
Telefax: 0351 32015699
http://kulturbuero-dresden.de

  • Website vergrößern
  • Druckansicht

Geschichte

2016

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist uns besonders wichtig. In unserer Arbeit haben wir vielfältige Erfahrungen machen können, ob und wie Kinder- und Jugendinteressen in der öffentlichen Verwaltung Gehör finden. Deshalb haben wir uns im Frühjahr 2016 sehr über den Auftrag des Jugendhilfeausschusses gefreut, ein Rahmenkonzept zu „Demokratieförderung und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Dresden“ entwickeln zu dürfen. Das Besondere daran: Wir erarbeiten das Konzept gemeinsam mit dem Stadtjugendring Dresden e.V. So können wir unsere jeweils unterschiedlichen Zielgruppen (Jugendinitiativen und Jugendverbände) in einem Konzept zusammendenken. In unserem Projektblog berichten wir über alle unsere Aktivitäten dazu.

2015

Wir haben viele Initiativen und Projekte beraten, die sich auf unterschiedlichen Wegen für die Willkommenskultur und in der Flüchtlingshilfe in Dresden einsetzen. Wir klärten mit den Engagierten die ersten Schritte im selbstorganisierten bürgerschaftlichen Engagement und unterstützten sie bei der Umsetzung ihrer kreativen Ideen für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die zunehmende Anzahl von Fördertöpfen hat uns veranlasst, ein neues Handout für die Förderung von interkulturellen und integrativen Projekten zu erstellen. Zusätzlich unterstützten wir den Dresden-Balkan-Konvoi bei der Spendenverwaltung.

Bei unseren bewährten Formaten sorgten sieben Beratungssalons und die zweite Ausgabe des Schwatzmarktes für Aha-Effekte, spannende Gespräche und neue Netzwerke.

2014

Neben den zahlreichen Beratungen rund um Kultur und Jugend (Mindestlohn war stark angefragt) konnten wir zwei Projekte zu einem guten Abschluss bringen.

Zum einen unser Fluthilfeprojekt in Kooperation mit arche noVa e.V.: In diesem Projekt ist unter anderem ein Handbuch zum Katastrophenmanagement entstanden, das hier downloadbar ist.

Zum anderen konnten wir das Projekt Dresdner Modell – Beteiligung von Kindern im Hort in Kooperation mit der Projektschmiede gemeinnützige GmbH im Auftrag des Eigenbetriebes Kindertageseinrichtungen der Stadt Dresden beenden. In diesem Projekt sind unter anderem ein Methodenhandbuch, ein Kartenspiel und eine Dokumentationswand entstanden.

Auf ein Neues!

2013

Das Jahr 2013 war für uns aufregend.

Einerseits beschäftigte uns nach 11 Jahren das zweite Jahrhundert-Hochwasser. In Kooperation mit arche noVa e.V. haben wir über 80 betroffene Vereine und Organisationen beraten, um die materiellen Schäden bestmöglich zu ersetzen. Mit Hilfe der Spenden- und Fördermittel von arche noVa e.V. und der Bürgerstiftung Dresden konnten wir zudem an 15 Künstlerinnen und Künstler in Sachsen fast 50.000 Euro für Wiederaufbaumaßnahmen weiterleiten.

Andererseits gab es für uns auch etwas zu feiern: 20 Jahre Kulturbüro Dresden, das heißt 20 Jahre Mitgestaltung der Dresdner Kultur- und Jugendhilfelandschaft! Zu diesem Anlass haben wir eine Broschüre erstellt, in der wir 20 der 5652 Projektideen vorstellen, deren Umsetzung wir begleitet und unterstützt haben – eine spannende Lektüre für alle Dresdner_innen und Kreativ-Aktive!

2012

+++ Jeden Tag 2 Ideen für Dresden mit Beratung, Information und Moderation unterstützt +++ 1000 Beratungsstunden +++ 4 MitarbeiterInnen +++ Gründung des Branchenverbandes der Kultur- und Kreativwirtschaft Wir gestalten Dresden und Wahl in den Beirat +++ Kinderbefragung von 900 Hortkindern in 13 Dresdner Horten +++ In sechs Horten forschen Kinder nach Beteiligungsmöglichkeiten. +++ gefühlte 1231 Stunden Exceltabellensalat geordnet +++ Vorstellung der Ergebnisse im Stadtrat, für die Hortkinder und die Oberbürgermeisterin +++ Jugendprojekte bei DOMINO +++ Alle Projekte wurden erfolgreich umgesetzt. +++ Mitarbeiter_innen bereisten deutsche, italienische und ländliche Kulturlandschaften im Urlaub +++ Beteiligung an der Diskussion zum Teilfachplan der offenen Kinder- und Jugendhilfe +++ drei graue Haare mehr +++ 20 sächsische Jugendprojekte setzen Projektideen mit unserer Unterstützung und der Förderung durch Think Big um. +++ aktive Mitgestaltung der Förderentscheidung 2013 für die offene Kinder- und Jugendarbeit +++ Fachaustausch mit griechischen Kulturarbeiter_innen in Thessaloniki +++ Beim Advenster stellen vier DOMINO-Projekte ihre Kultur vor. +++

2011

Wir haben es uns zu Aufgabe gemacht, für Dresdnerinnen und Dresdner, die im dunklen Dschungel der Bildungsstadt umherirren, einen Lichtschalter zu finden.

Während unserer Arbeit im Kulturbüro Dresden durchstreifen wir verschiedene Kulturlandschaften, begegnen Pädagogen, aber auch Wissenschaftlern, machen Abstecher ins Feld der Kunst und Umwege durch die Politik, gelangen auf Abenteuerspielplätze, hören Töne, bewundern Zirkusartisten und staunen über Handwerkstechniken. Was für ein toller Job oder?

Für uns ist all das durch unsere tägliche Arbeit gewohntes Terrain, in dem wir uns auskennen und sicher bewegen. Für die meisten Dresdnerinnen und Dresdner sind jedoch all diese Bildungsorte verstreut auf einer Fläche von 328,31 km2. Ein undurchsichtiger Bildungsdschungel.

Also Licht an! Wir beleuchteten in einer ehemaligen Kantine – umfunktioniert zu einer Messehalle – verschiedenste Bildungsangebote aus allen Stadtteilen und jeder erdenklichen Bildungssparte. Die Dresdner Bildungslandschaft wurde für alle Interessierten erlebbar!

Wir danken der Projektschmiede gemeinnützige GmbH, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung Regionalstelle Sachsen und den Dresdner Bildungsbahnen, die mit uns die 1. Bildungsmesse Dresden geplant und umgesetzt haben.

2010

Die Kulturarbeit und die Jugendhilfe sind kein Blinddarm!
Wir haben uns nicht daran gewöhnt, dass es in der Kulturarbeit und der Jugendhilfe immer wieder zu Kürzungen kommt!

Das Jahr 2010 war für uns auch ein Jahr der Frustration. Wieder, wie schon in seit Jahren, kam – diesmal in ganz Sachsen – der Kultur- und Jugendbereich unters Messer. Fälschlicherweise werden diese Bereiche seit Jahren als überflüssiger Wurmfortsatz betrachtet. Wenn dieser, womöglich auch noch akut, zu eitern beginnt, wird mir nichts, dir nichts das Teil herausoperiert! Schluss, aus!

Da muss ein Trugschluss vorliegen?! Hier ein Aufklärungsversuch:

Die Kultur ist dem Bereich Hirn zuzuordnen. Das Hirn ist als Motor unserer gesamten Gesellschaft zu betrachten. Hier werden Ideen geboren, Bestehendes weiter entwickelt. Der Mensch wirkt selbstgestaltend, produzieren, replizierend und adaptierend. Ohne Hirn keine Kultur – ohne Kultur kein Mensch!

Die Jugendhilfe ist den Bereichen Beine und Füße zuzuordnen. Das ist der Bereich, um sich gut und sicher durch unsere Gesellschaft bewegen zu können. Einigen Kindern und Jugendlichen kann diese Fähigkeiten durch Bezugspersonen nicht vermittelt werden. Dann springt die Jugendhilfe ein. Was passiert aber, wenn diese durch Einsparungen nicht mehr alle gefährdeten Kinder und Jugendlichen erreicht?

Bleibt der schale Geschmack, dass hier eine riesige Verwechslung vorliegt!

2009

Denkwürdig

Man ist fast geneigt zu sagen, dass 2009 eine Ära zu Ende gegangen ist. Christoph Anders, 12 Jahre Geschäftsführer des Kulturbüros, hat sein Köfferchen gepackt und das Kulturbüro verlassen. Seinen Stuhl hat Melanie Hörenz eingenommen und wird nun die Geschicke des Büros leiten.

Denkwürdig war für uns auch der Jahrestag zu 20 Jahren Mauerfall und friedlicher Revolution. Jeder von uns hat sich mit Fragen beschäftigt wie: Was habe ich eigentlich damals vor 20 Jahren gemacht? Wie war die Stimmung in der Gesellschaft? Welche Begegnungen hatte ich? Das haben wir zum Anlass genommen und ein DOMINO zu diesem Thema auf die Beine gestellt. Bei der Veranstaltung präsentierten sich Jugendkulturprojekte von heute und Jugendprojekte, die damals aktiv waren. Dabei durften wir feststellen, dass die Energien, Gesellschaft zu verändern nicht weniger geworden sind! Ein Glück!

2008

Die Jugend von heute – 15 Jahre Kulturbüro

Wir sind jetzt mit unseren 15 Jahren in der Pubertät und kämpfen mit den anstrengenden Symptomen. Aber wir dürfen jetzt auch einiges ganz offiziell, z.B. Moped fahren.

Zu unserer Feier im Dezember begrüßten wir viele unserer langjährigen Verbündeten. Diese konnten jedoch erst mit dem Feiern beginnen, als sie mehr oder weniger erfolgreich an unserem „Was-hat-das-KBDD-in-welchem-Jahr-gemacht?-15-Jahre-15-Räume-15-Höhepunkte“- Rätsel teilgnommen hatten.

Nach dem offiziellen Teil mit einer Laudatio von Kulturbürgermeister Dr. Ralf Lunau und einer Ansprache von Frau Brendel (ehem. Vorstand Kulturbüro) lauschten wir dem Liedermacher Steffen Haas.

Weitere Höhepunkte des Abends waren die grandiose Auktion von „Dingen-die-wir-in-unserem-Büro-schon-lange-nicht-mehr-brauchen-aber-die-für-jemand-anderen-noch-nützlich-sein-könnten“ und die Band Ziganimo. In diesem Sinne versuchen wir jetzt diese turbulente Zeit zu genießen und zu überstehen.

2007

Arbeit, Wirtschaft, Globalisierung

– drei Schlüsselbegriffe der aktuellen politischen und sozialen Reformdiskussionen in Deutschland. Das bundesweite Filmfestival ueber Arbeiten gibt ihnen Gesichter und Stimmen: „Elf deutsche und internationale Dokumentarfilme lassen diejenigen zu Wort kommen, die täglich mit den Auswirkungen der zunehmenden globalen Verflechtung auf ihr Leben, ihre Arbeitswelt und ihr wirtschaftliches Handeln konfrontiert sind. Und sie stellen Menschen vor, die sich nicht mit den Verhältnissen abfinden, sondern sich mit ihnen auseinander setzen.“ (Auszug aus dem Programmflyer)

Das Filmfestival ueber Arbeiten der Aktion Mensch „die Gesellschafter“ hat auch in Dresden für hitzige Diskussionen gesorgt. Wir organisierten das Rahmenprogramm gemeinsam mit dem Riesa efau für die sieben Filme, die im Programmkino Ost gezeigt wurden. So gab es zum Film „Behind the couch“ passend das rote Sofa, auf dem der Regisseur des Filmes zur Gesprächsrunde Platz nahm. Seinen Ausklang fand das Festival mit dem Treffen des Generationen-Café und der Gestaltung eines künstlerischen Zukunftsbildes unter der Leitfrage: In welcher (Arbeits-)Gesellschaft wollen wir leben?

Die lernende Organisation

Einen weiteren Meilenstein konnten wir in diesem Jahr in Angriff nehmen. Wir haben es getan, wir haben eine gemeinnützige GmbH gegründet – die Projektschmiede gemeinnützige GmbH.

Die Projektschmiede versteht sich als Plattform für die Planung, Umsetzung und Durchführung von Projekten im Jugend-, Bildungs- und Kulturbereich. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Projekten, die in möglichst vielfältiger Art und Weise Menschen unterschiedlichen Alters an der Entwicklung und Förderung von Demokratieprozessen beteiligen.

Die Detektive sind unterwegs

Und zwar in der Dresdner Neustadt, denn alle Kinder und Jugendlichen waren aufgerufen, im Rahmen des Projektes NEUstadt machen! ihre Erfahrungen mit der Dresdner Neustadt kundzutun. Es ging zum einen um deren Wege durch die Neustadt: Wie kommen sie zur Schule? Was finden sie an ihrem Schulweg gefährlich? Was hilft ihnen? So haben wir auch nach ihren Freizeitwegen gefragt: Welche Wege benutzten sie? Gehen sie zu Fuß oder fahren sie mit ihrem Fahrrad? Werden sie von einem Erwachsenen begleitet oder gehen sie allein? Den zweiten Schwerpunkt der Befragung stellte die Frage nach ihren Lieblingsorten dar: Wo halten sie sich ganz besonders gerne auf, an welchen Stellen fühlen sie sich unwohl?

Dank der vielen Kooperationspartner aus dem Stadtteil konnten wir insgesamt einen Rücklauf von 439 Fragebögen verbuchen und das in nur einem Monat. Einen Monat haben wir uns dann noch Zeit genommen, die Unmengen an Daten zu sichten, zu sortieren und auszuwerten.

Die vielen gesammelten Meinungen und Tendenzen werden in das Stadterneuerungskonzept der Äußeren Neustadt, das von der STESAD und dem Stadtplanungsamt vorgeschrieben wurde, einfließen. Hier hat die Stimme der Kinder und Jugendlichen Gehör gefunden, und wir hoffen, dass das erst der Anfang war!

2006

Jahr der Tüftelei

Wir haben große Lust auf neue Projekte und uns in die Entwicklung begeben. Heraus gekommen ist das Tanzhotel, unser Ehrenamtsprojekt und Schule sind WIR! – drei Projekte, die ein Oberziel verfolgen: Engagement von Kindern und Jugendlichen fördern!

Lernen, das bewegt!

Beim Tanzhotel werden das Medium Tanz, die Gestaltung von Räumen und ein Hotelbetrieb kreativ miteinander verknüpft. Wir sind schon jetzt auf die Umsetzung des Projektes gespannt!

Ehre dem Engagement

Das Projekt Ehrenamt will das Engagement vor allem bei Jugendlichen in den Vordergrund rücken und würdigen. So haben wir gemeinsam mit der Dresdner Bürgerstiftung parallel zum bereits bestehenden Ehrenamtspass einen Jugendehrenamtspass entworfen. Außerdem gab es im Herbst eine große Party für Ehrenamtliche.

Aufs Spiel gekommen

Mit dem Spiel Schule sind WIR! … und was wir daraus machen ist ein Material verfügbar, mit dem jederzeit, im jeweils gewünschten Rahmen und mit den entsprechenden Personen der Stand des Erreichens von Kinderrechten und Schülerfreundlichkeit sowohl in einer Schulklasse, in einer Klassenstufe als auch in einer gesamten Schule (mit Lehrerschaft und Elternvertretern) abgebildet werden kann.

2005

Komm, wir bauen uns die Welt!

Die SIEDLER von Pieschen ist als eine Weiterentwicklung zu KITRAZZA entstanden. Für uns stellte sich plötzlich die Frage, was man den Kindern anbieten kann, die schon zu alt für KITRAZZA sind. So entwickelten wir die Idee, ebenfalls am Stadtgedanken zu bleiben, aber nun noch ein Stück weiter in die reale Umgebung der Kinder zu rücken.

Damit war die SIEDLER-Methode geboren, bei der Kinder und Jugendliche altersgemäße Spiel- und Aufenthaltsflächen planen können. Das Besiedeln der jeweiligen Fläche endet nach der erfolgreichen Planung mit der Übergabe eines selbstgebauten Modells, welches alle Veränderungswünsche/-ideen deutlich sichtbar macht, und somit die zukünftige Gestaltung der Fläche aufzeigt. Der Besitzer der entsprechenden Fläche bekommt damit den „Auftrag“, die Planung umzusetzen.

2004

Kinder bauen ihre eigene Stadt

Seit diesem Jahr hat uns das Kinderstadtfieber gepackt, genauer gesagt: das KITRAZZA-Fieber. (KITRAZZA = KinderTraumZauberStadt) Zwei Mitarbeiter des Kulturbüros brachten die Idee aus Esslingen, der dortigen Kinderstadt Kramempel, mit nach Dresden. Wir haben das Konzept genommen, es methodisch und fachlich diskutiert und umgeschrieben, denn wir wollten nicht nur Erwachsenenwelt nachspielen lassen. Vielmehr sollen die Kinder in ihrer Stadt tatsächlich alles selbst entscheiden. Das hatte zur Folge, dass es in KITRAZZA kein Geldsystem, kein Arbeitssystem und auch sonst wenig Vorgaben für die Kinder gibt. Das hat KITRAZZA zu einer Ausnahmeerscheinung in ganz Deutschland gemacht.

Loslassen

Manchmal ist es an der Zeit, Dinge abzugeben. Genau das geschah mit der Ausgliederung des Mobilen Beratungsteams. Dessen neue Heimat fand sich beim extra dafür gegründeten Verein Kulturbüro Sachsen e.V. Von nun an steht das Projekt auf eigenen Füßen.

2003

Feiern

Zehn Jahre Kulturbüro Dresden waren Anlass genug, die vielen Menschen und Projekte zu feiern, die das Kulturbüro zu dem gemacht haben, was es ist und was es sein wird. Es war der Zeitpunkt einer Rückbesinnung, des Nachdenkens, der Orientierung und gleichzeitig ein verheißungsvoller Ausblick in die Zukunft, mit Ideen und Plänen. Und ab ging’s in die nächsten zehn Jahre des Kulturbüros Dresden.

2002 … 1993

Quelle: http://kulturbuero-dresden.de/Geschichte

facebook twitter