Engagementberatung

Informationen über unser Projekt in verschiedenen Sprachen:
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Unser Projekt „Engagement-Stützpunkte“ richtet sich an Migrant*innenorganisationen in Dresden, die sich als gemeinnützige Vereine gegründet haben.
Viele neu gegründete Vereine haben am Anfang Fragen dazu, was man in der Vereinsarbeit beachten muss. Aber auch schon lange bestehende Vereine haben nach Vorstandswechseln oder nach längeren Pausenzeiten Unterstützungsbedarfe. Das Ziel des Projekts Engagement-Stützpunkte ist es, dass die Vereine in diesen schwierigen Phasen bei allen Fragen unterstützt werden. Als Mitglieder im Projekt bekommen die Vereine einen Platz in einem Büro (Engagement-Stützpunkt) entweder in der Volkshochschule Dresden in der Altstadt oder in dem Zentralwerk in Dresden Pieschen.
Zusätzlich beraten zwei Engagementberaterinnen des Kulturbüros die Vereine bei allen Fragen rund um die Vereinsarbeit.
Wir beraten zum Beispiel zu folgenden Themen:
- Entwicklung des Vereins und langfristige Ziele
- Aufgabenverteilung im Vereinsvorstand
- Suche nach Fördermitteln für Projekte
- Buchhaltung im Verein
- Satzungsänderungen und Mitgliederversammlungen
- … und vielem mehr, je nach Bedarf
Die Vereine können bis zu drei Jahre Mitglied im Projekt Engagement-Stützpunkte sein.
Zusammengefasst bekommen die Vereine als Mitglied im Projekt:
- die Möglichkeit, ein Büro in der Volkshochschule oder im Zentralwerk gemeinsam mit vier anderen Vereinen zu nutzen (genaue Nutzungszeiten werden in einem Online-Kalender gebucht)
- Beratung zu allen Themen rund um ihre Vereinsarbeit durch die Engagementberaterinnen des Kulturbüros Dresden
- Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Vereinen im selben Stützpunkt und mit der Volkshochschule / dem Zentralwerk
- Möglichkeiten der Nutzung anderer Räume in der Volkshochschule / im Zentralwerk für Kurse und Veranstaltungen (nach Absprache)
- 50% Ermäßigung für die Nutzungsgebühren der Gemeinschaftsräume im Haus der Brücke für Veranstaltungen, Treffen, Kurse usw.
Dafür gibt es Teilnahmebedingungen: Die Vereine müssen …
- schon ein registrierter gemeinnütziger Verein sein
- eine Migrant*innenorganisation sein - das heißt z.B. der Verein sollte von Menschen mit eigener oder familiärer Migrationsbiografie geführt werden, die gemeinnützige Angebote durchführen, die sich (unter anderem) an andere Menschen mit eigener oder familiärer Migrationsbiografie in Dresden richten (weitere Hinweise siehe unten auf dieser Website)
- 10€ bis 50€ Beitrag pro Monat zahlen
- eine Vereinshaftpflichtversicherung abschließen
- das Leitbild des Projekts anerkennen
Das Modellvorhaben besteht seit dem 01. November 2020 in Zusammenarbeit mit der Stadt Dresden (Integrations- und Ausländerbeauftragte), der Volkshochschule, dem Zentralwerk und dem Kulturbüro Dresden. Diese Maßnahme wird durch die Landeshauptstadt Dresden gefördert.
Wichtige Änderung der Preise ab September 2025
Wir haben einen Zuschuss von der Abriporta Stiftung und eine Spende vom Bündnis zusammen für Demokratie bekommen. Damit können wir die Nutzungsbeiträge für die Vereine senken. Ab September gelten folgende Preise:
1. - 6. Monat: 10€ / Monat
7. - 12. Monat: 25€ / Monat
ab dem 13. Monat: 50€ / Monat
Auch für Vereine ab dem 13. Monat im Projekt wird es einen Fördertopf für die Mietkosten für Notfälle geben.
Bei Interesse am Projekt melden Sie sich sehr gerne bei unseren Engagementberaterinnen per Email:
Irma Franz: irma.franz@kulturbuero-dresden.de
Nora Zeising: nora.zeising@kulturbuero-dresden.de
oder telefonisch (Tel. 0351 40766253)
Wenn Sie sich direkt bewerben möchten, füllen Sie bitte den Fragebogen aus und senden ihn an auslaenderbeauftragte@dresden.de
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Unser Projekt richtet sich an Migrant*innenorganisationen. Damit meinen wir gemeinnützige Organisationen, die vor allem von Menschen mit eigener oder familiärer Zuwanderungsgeschichte gegründet oder getragen werden. Diese Organisationen beschäftigen sich unter anderem mit Themen wie Migration, Transkulturalität und der Unterstützung von Menschen mit eigener oder familiärer Zuwanderungsgeschichte. Auch unser Fördergeldgeber verwendet diese Definition.
Der Begriff "Migrant*innenorganisation" ist jedoch nicht unproblematisch: Einerseits ist der Begriff hilfreich, um die Rolle von Migrant*innenorganisationen in der Gesellschaft und ihre Forderung nach Teilhabe sichtbarer zu machen. Andererseits schafft er auch eine Trennung nach Herkunft, die wir eigentlich überwinden möchten. Hinzu kommt: Manche Organisationen werden von außen so genannt, obwohl sie sich selbst nie oder nicht mehr so sehen. Die Verwendung des Begriffs "Migrant*innenorganisation" ist deshalb nicht nur theoretisch, sondern auch politisch und praktisch bedeutsam – auch für unser Projekt. Wenn Sie darüber mit uns sprechen möchten, kommen Sie gerne auf uns zu.
Quellen und weitere Lektüre zu diesem Thema:
Hanewinkel, V. (2022, 4. April). Migrantenorganisationen – vielfältige Akteurinnen gesamtgesellschaftlicher Integration (Interview mit M. M. Sultan & N. Friedrichs). Bundeszentrale für politische Bildung. Zum Artikel
Weiß, K. (2010). Migrantenorganisationen und Staat: Anerkennung, Zusammenarbeit, Förderung. In G. Schultze & D. Thränhardt (Hrsg.), Migrantenorganisationen: Engagement, Transnationalität und Integration (S. 21–31). Friedrich-Ebert-Stiftung. Zum Artikel






